Pflegestellen-Handbuch

Warum werden Pflegestellen gebraucht?

Warum braucht es ehrenamtliche Pflegestellen? Pflegestellen sind unverzichtbare Helfer für die Tierschutzvereine. Sie nehmen Tiere auf und bieten ihnen ein vorübergehendes Zuhause, bis sie ihre endgültige Familie finden. Sie geben ihnen die Liebe und Geborgenheit, die sie meist nie kennengelernt haben und helfen ihnen auf dem Weg in eine glückliche Zukunft. Pflegestellen sind Helden, denn sie nehmen jedes Mal den Abschiedsschmerz in Kauf, um einer Fellnase in Not zu helfen.

Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser ist sein Anrecht auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.

Mahadma Gandhi

Die Arbeit der Tierschutzvereine

Tierschutzvereine haben sich der Aufgabe verschrieben Tieren in Not zu helfen. Die verschiedenen Vereine haben sich meist auf einen speziellen Ort im In- oder Ausland spezialisiert. Sie wollen den Tieren helfen, indem sie beispielsweise die Überpopulation von Katzen und Hunden auf den Straßen verringern. Das kann nur mit gezielten Kastrationsaktionen geschafft werden, da sonst immer mehr Tiere nachkommen. Auch die Bevölkerung in diesen Regionen muss aufgeklärt und mit Mitteln zur Kastration und der artgerechten Haltung unterstützt werden. Oft sind diese den Besitzern zu teuer oder sie lehnen sie sogar aus Überzeugung ab.

Aber auch den schon vorhandenen Hunden und Katzen auf der Straße und in den Tierheimen muss geholfen werden. Vor allem die ständig nachkommenden Welpen haben noch die Chance in einer normalen Familie glücklich zu werden.

Dazu braucht es Pflegestellen

Deshalb sind Pflegestellen im In- sowie Auslandstierschutz so wichtig, denn die Hunde und Katzen, die vermittelt werden sollen, müssen meist schnell aus ihren derzeitigen Situationen herausgeholt werden. Oft werden sie unter untragbaren Bedingungen gehalten, müssen plötzlich ganz schnell bei ihren derzeitigen Besitzern ausziehen oder sitzen in Tierheimen im Ausland. Dort haben sie keine Möglichkeit vermittelt zu werden und fristen ein Leben in überfüllten Tierheimen mit wenig bis keinem Kontakt zu Menschen. Diesen Kontakt müssen die oftmals auch traumatisierten Tiere erst lernen.

In einer Pflegestelle lernen sie einen Familienalltag und ein normales Hunde- oder Katzenleben kennen. So haben diese Tiere eine bessere Chance auf Vermittlung. Es hilft auch enorm dabei, dass die Tiere auf ihren Pflegestellen von Interessenten besucht werden können um das neue Familienmitglied erst kennenzulernen und abzuschätzen ob Familie und Tier zusammenpassen. Denn der Tierschutzverein wünscht sich für seine Schützlinge natürlich eine Familie, zu der sie passen und für ihr restliches Leben Familienmitglied sind.

Die Pflegestellen übernehmen in den ersten Wochen die Eingewöhnung und Sozialisierung der Tiere. Das ist eine große Aufgabe, von der abhängt ob aus einem Tier später ein toller Begleiter wird. Oft sind die Informationen über die Tiere im Vorfeld sehr spärlich und eine Pflegestelle kann sich meist wenig auf das Tier vorbereiten. Deshalb ist man gerade als Pflegestellen-Anfänger über jeden Tipp dankbar und genau das soll dieses Pflegestellenhandbuch bieten.

Die Entscheidung Pflegestelle zu werden

Die Entscheidung einen Hund aus dem Tierschutz als Pflegestelle bei sich aufzunehmen sollte wohl durchdacht sein. Es bedeutet jede Menge Arbeit, erfordert viel Zeit und Geduld. Aber die Fortschritte des Hundes zu sehen und zu wissen, dass man damit einem Hund die Möglichkeit auf ein glückliches Leben bietet, entschädigt für vieles.

Dieses Handbuch soll Pflegestellen von Hunden aus dem Tierschutz eine Hilfe sein. Natürlich gibt es keine 1:1 Anleitung, jeder Hund ist ein Überraschungspaket, aber es gibt einige Kniffe, mit denen man sich das Leben als Pflegestelle erleichtern kann. Wenn du mehr lesen willst lies hier weiter.

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