Wie unsere Geschichte begann
Wie kam es dazu, dass wir eine Pflegestelle wurden? Warum haben wir uns dazu entschieden einen Hund aus dem Auslandstierschutz bei uns aufzunehmen? Heute erzähle ich alles zu unserer Geschichte und wie alles begann.
Aber unsere Geschichte von Anfang an
Ich habe mir schon immer einen Hund gewünscht, aber meine Eltern haben sich nie erweichen lassen. So habe ich oft den Nachbarshund zum Gassigehen ausgeliehen und jede Chance bei Freundinnen genutzt Zeit mit ihren Hunden zu verbringen. Meine damalige beste Freundin hatte zwei Cockerspaniel, einen Junghund und eine etwas betagtere Hundedame. Die beiden waren immer dabei, wenn wir uns getroffen haben und so packte mich schnell der Ehrgeiz, ihr zu helfen den Jüngeren zu trainieren. Ich machte mich schlau, kaufte Bücher und übte mit ihm. Obwohl er natürlich nie mein eigener Hund war, war ich todtraurig als er sehr jung starb.
Im Sommer 2017, nachdem ich mit meinem Studium in den letzten Zügen war und keine Vorlesungen mehr besuchen musste, hatte ich etwas Luft und wollte mir einen schon lang gehegten Wunsch erfüllen. In der Vergangenheit habe ich über Facebook und Co. schon öfter mitbekommen, dass Pflegestellen für Hunde aus dem Tierschutz gebraucht werden. Aber solange ich bei meinen Eltern wohnte ging das nicht.
Nun wohnte ich mit meinem Freund in einer eigenen Wohnung und hatte Zeit. Eine gemeinsame Freundin hatte sich bereits öfter als Pflegestelle für einen Tierschutzverein engagiert und stellte einen ersten Kontakt her. Auch Herr-Wau war damit einverstanden, einen Hund bei uns zur Pflege aufzunehmen. Er ist im Gegensatz zu mir mit Hunden aufgewachsen und konnte sich auch immer vorstellen später einmal selbst einen Hund zu haben, sofern er die nötige Aufmerksamkeit bekommt und die Umstände passen. Und genau das war im Moment der Fall. So nahmen wir das Ganze auch als Gelegenheit zu testen, ob ein Hund zu uns und unserem Leben passen kann.
Dann ging plötzlich alles ganz schnell
Der erste Kontakt mit dem Tierschutzverein proTier e.V. war sehr positiv und in einem Telefonat wurden viele offene Fragen geklärt. Natürlich wurde unsere Motivation und vorherige Erfahrung abgefragt und auch zu unserem häuslichen Umfeld wurde sich ein Bild gemacht. Wir wohnten im Münchner Osten in einer 2-Zimmer Wohnung im zweiten Stock ohne Aufzug und Balkon, geschweige denn Garten. Das war natürlich nicht optimal für die Haltung eines Hundes, vor allem eines mittelgroßen bis großen Hundes, den wir bevorzugen würden. Aber es sollte ja auch kein Zuhause auf Dauer werden und wir wollten es gerne mit einem Welpen probieren. Zum einen kann sich ein Welpe natürlich deutlich einfacher an das neue Familienleben anpassen und hat meist auch noch keine Geschichte und weniger schlechte Erfahrungen gemacht, zum anderen kann ein Welpe aus diesen und anderen Gründen auch viel schneller vermittelt werden.
Der Verein kam mir vom ersten Moment an sehr professionell und vertrauenswürdig vor und auch unsere Freundin konnte nur Gutes über den Verein berichten. Das war mir sehr wichtig, denn leider gibt es auch unter den Tierschutzvereinen einige schwarze Schafe. Auch die Vermittlerin, mit der ich Kontakt hatte, war sehr offen und ehrlich und sprach auch von Anfang an die Dinge an, die schwierig oder problematisch werden könnten ohne mich dabei zu verschrecken. Kurzum ich hatte ein sehr gutes Gefühl und dieses festigte sich auch mit dem durchsehen der Website.
Dann ging plötzlich alles sehr schnell. Ein vier Monate alter Welpe konnte kurzfristig mit einer Flugpatin ausfliegen und suchte noch einen Pflegeplatz. Wir sagten zu und schon in der nächsten Woche holten wir Fiocetto am Flughafen München ab.
Wenn du wissen willst, wie unsere Geschichte mit Fiocetto weiterging, kannst du hier weiterlesen.